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Heuchstetten

HeuchstettenDer 134 Einwohner zählende Ortsteil von Gerstetten wird erstmals 1356 im Helfensteinischen Teilungsvertrag erwähnt.

Der stark landwirtschaftlich geprägte Weiler hat eine rätselhafte geschichtliche Vergangenheit. Seine Zugehörigkeit war schon im Mittelalter und über Jahrhunderte ungeklärt. Die Bürger mussten Abgaben nicht nur nach Gerstetten und Gussenstadt entrichten, sondern auch an die Klöster in Anhausen und Königsbronn, sowie an die Reichsstadt Ulm und das Spital zu Geislingen.

Marktanzeiger 2007Im Jahr 1463 standen in Heuchstetten nach den Ermittlungen von Chronist Ernst Guther 19 Hofstätten. Gegen Ende des 15. Jahrhunderts wurde Heuchstetten so ziemlich ausgelöscht, nur ein Seldhäuslein und ein Stadel eines großen Hofes sollen dort noch gestanden haben. Der Grund dürfte, wie meist zu jenen Zeiten, in kriegerischen Ereignissen und Überfällen gelegen haben, denen die kleinen Weiler schutzlos preisgegeben waren. Aufgrund Einwohnermangels wurden 1492/94 mehrere Güter verschiedenen Lehensherren zu einem großen Hof zusammengelegt.